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IP-Leak

Wenn eine VPN-Verbindung unterbrochen wird, zum Beispiel durch einen kurzzeitigen Netzwerkfehler, kann die Anonymität des Benutzers in Gefahr sein.

Eine VPN-Verbindung kann durch einen kurzzeitigen Netzwerkfehler unbemerkt unterbrochen werden.

Das kann dazu führen, dann laufende Programme weiterhin Daten senden und empfangen, obwohl kein VPN-Tunnel mehr vorhanden ist, und damit auch keine verschlüsselte Datenübertragung.

Durch einen solchen plötzlichen Ausfall des VPN-Tunnels kann die Anonymität des Benutzers in Gefahr sein.

Der Internet-Provider kann nun wider die im Klartext übertragenen Daten und die Ziel-Webseite einsehen, und die aufgerufene Webseite kann die echte IP-Adresse des Benutzers sehen.

VPN-Tunnel vor IP-Leak schützen

Die Gefahr eines plötzlichen VPN-Ausfalls ist relativ gering bei einer guten Internet-Anbindung. Ist die Internet-Verbindung jedoch schlecht oder besonders langsam, dann kann es durchaus passieren, dass der VPN-Tunnel abbricht.

Die einfachste und schnellste Methode, sich vor einem VPN-Leak zu schützen, sind spezielle Programme, die hierzu installiert werden können.

Ein oft genutzes Programm für Windows-Computer ist VPNetMon, das kostenlos installiert werden kann, jedoch nur auf Windown-Rechnern läuft. Ein weiteres Programm, das neben Windows auch auf Ubuntu und anderen Linux-Rechnern läuft, ist VPNcheck. Die kostenlose Version hat jedoch nur eingeschränkte Funkionalität.

Mit Firewall den VPN-Zugang absichern

Statt Programme zu installieren, um den VPN-Zugang zu überwachen, kann das gleiche Ziel auch über die Konfiguration der Firewall erreicht werden. Bei Windows-Computern kann hierzu die "Windows Firewall" konfiguriert werden, und auf Unix-basierenden Computern wie Apple OSX oder Ubuntu Linux die "IP Firewall".

Dazu muss die Firewall lediglich so eingestellt werden, dass der Zugang zum gesamten Internet blockiert wird, und nur die internen IP-Nummern des VPN-Tunnels freigegeben sind. Das ist in der Regel der reservierte IP-Bereich "10.0.0.0/8" und "127.0.0.0/8".

Wird nur dieser IP-Bereich in der Firewall freigegeben, so kann der Computer nur noch über den aktivierten VPN-Tunnel auf andere IP-Nummern im Internet zugreifen. Fällt der VPN-Tunnel aus, dann ist der Weg ins Internet blockiert. Eine unbemerkte unverschlüsselte Datenübertragung ist damit ausgeschlossen.

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